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Use Case im Detail

Customer 360 & Next-Best-Action

Zerklüftete Kundendaten blockieren Vertriebspotenziale. Eine AI-gestützte Customer 360 Plattform fusioniert isolierte CRM, ERP und Support-Daten in ein dynamisches Modell, berechnet den Customer Lifetime Value (CLV) und flankiert Sales Teams mit präzisen Next-Best-Action-Empfehlungen.

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Illustration für Customer 360 & Next-Best-Action

Wann lohnt sich dieser Use Case?

Der typische Engpass (Problem)

  • Kundenberater haben keinen ganzheitlichen Blick auf die Client History.
  • Cross- und Upselling geschieht eher im Blindflug statt datengetrieben.
  • Datenschiefstände und Dubletten zwischen Marketing, Sales und Support.

Die ideale KI-Lösung

Ein zentrales AI-Modell konsolidiert sämtliche Interaktionspunkte. Durch Machine Learning (Clustering & Predictive) wird erkannt, welches Produkt dem Kunden als Nächstes den höchsten Mehrwert liefert. Sales wird nicht mit Reports, sondern mit konkreten Empfehlungen gesteuert.

Weniger geeignet, wenn: Das Unternehmen besitzt nur minimales, punktuelles Transaktionsvolumen ohne historisches Gewicht.

Business Impact

Messbare Ergebnisse

+25%Upsell-Conversion

höhere Erfolgsquote bei Cross- und Upselling.

-40%Research-Dauer

weniger Zeitaufwand für die Vorbereitung vor dem Call.

100%Single Source

konsolidierter Wahrheitsgehalt aus vormals 5 Systemen.

Wie funktioniert das in der Praxis?

1

Data Ingestion & Resolution

Alle Quellsysteme (Zendesk, Salesforce, SAP) schieben über Pipelines Daten in das Data Warehouse. Ein AI-Algorithmus erkennt und merged Dubletten (Identity Resolution).

2

Next-Best-Action Scoring

Ein Machine-Learning-Algorithmus vergleicht den Kunden mit historischen Datensätzen tausender ähnlicher Clients. Was hat denen am besten geholfen?

3

Integration in Frontend

Der Scoring-Wert und die Handlungsempfehlung purzeln als fertiges Snippet in das gewohnte CRM. Keine Schulung für neue Dashboards nötig.

Häufige Fragen

Typische Einwände & Risiko-Management

"Datenschutz: Dürfen wir überhaupt all diese Punkte zusammenführen?"

Ein klares Jein. Zwingende Voraussetzung ist ein sauberes Consent-Management. Das Data Warehouse führt GDPR-konform nur Pseudonymisierungen aus, bis ein berechtigtes Interesse / Consent vorliegt.

"Die Accounts sind extrem individuell. Funktioniert da Standard-Scoring?"

Ja, denn die Parameter (Branch, Volumen, Dauer, Engagement) formen in den oberen Vektordimensionen des Modells Muster, die Menschen schlicht übersehen. Genau da greift die mathematische Clusteranalyse.

Lassen Sie Daten sprechen

Ermitteln wir, welche versteckten Muster und Potenziale in Ihren eigenen historischen Daten liegen.

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Vertiefung

Ausgangslage, Wirtschaftlichkeit und Umsetzung.

Damit ein Use Case nicht nur interessant klingt, muss er in Prozessvolumen, Datenlage, Risiko und messbarer Wirkung übersetzt werden.

01

Konkrete Ausgangslage

Der Use Case lohnt sich, wenn wiederkehrende Aufgaben heute manuell geprüft, kopiert, beantwortet oder zwischen Systemen weitergereicht werden.

02

ROI-Logik

Der wirtschaftliche Hebel entsteht meist aus eingesparter Bearbeitungszeit, weniger Fehlern, schnellerer Reaktionszeit und besserer Auslastung vorhandener Teams.

Umsetzung in 4 Schritten

  1. Ist-Prozess und Volumen erfassen: Welche Vorgänge kommen wie oft vor und wie lange dauert die Bearbeitung?
  2. Daten- und Systemzugang prüfen: Welche Quellen, Freigaben und Schnittstellen werden benötigt?
  3. Pilot mit klaren Qualitätskriterien bauen: Testfälle, Fallbacks und Human-in-the-Loop definieren.
  4. Wirkung messen: Zeitersparnis, Fehlerquote, Durchlaufzeit und Akzeptanz im Team vergleichen.

Entscheidungsfragen vor dem Pilot

  • Ist der Prozess häufig genug, damit Automatisierung einen echten Hebel hat?
  • Sind die benötigten Daten digital verfügbar oder realistisch erschließbar?
  • Gibt es klare Regeln, wann die KI handeln darf und wann ein Mensch freigeben muss?

ROI-Beispiel

Konservative Beispielrechnung

Das entspricht rund 24.000 EUR manuellem Jahresaufwand. Bei 30 Prozent Entlastung entsteht ein rechnerisches Potenzial von ca. 7.200 EUR pro Jahr.

Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt von Prozessvolumen, Datenqualität, Integrationsaufwand und Freigabeanforderungen ab.
Annahmen
  • 500 Vorgänge pro Monat
  • 8 Minuten manuelle Bearbeitungszeit
  • 45 EUR interne Vollkosten pro Stunde
  • 30 Prozent realistisch automatisierbarer Anteil